Damit ein behinderter Mensch von der Unterstützung und Hilfe Gebrauch machen kann, die ihm laut Gesetz zusteht, ist es notwendig, den Grad der Behinderung zu ermitteln. Hierzu kann jeder Schwerbehinderte einen Ausweis beantragen.

Der Antrag ist beim Versorgungsamt, beim Gemeindeamt, beim Versicherungsamt, im Internet sowie bei vielen Fürsorgestellen, Sozialämtern, Bürgerbüros und Behindertenverbänden erhältlich. Der ausgefüllte Antrag ist ausschließlich beim Versorgungsamt einzureichen. Wichtig ist, dass dem Antrag ein ärztliches Attest vom Hausarzt oder einem Facharzt beiliegt, das die Behinderung bescheinigt. Das Attest sollte so abgefasst sein, dass das Ausmaß der dauerhaften Funktionsstörung für das Versorgungsamt nachvollziehbar ist. Als hilfreich erweist sich in diesem Zusammenhang auch das Einreichen von Testergebnissen. Ausländische Bürger sind zudem dazu verpflichtet, eine amtliche Bescheinigung über ihren Aufenthaltsort einzureichen. Hierfür ist eine Kopie des Personalausweises mit eingetragener Adresse ausreichend.

Damit der Schwerbehindertenausweis ausgestellt wird, muss der Grad der Behinderung bei mindestens 50 liegen. Dieser Wert kann sich auch aus mehreren Beeinträchtigungen zusammensetzen, wobei jede einzelne Störung mindestens einen Grad der Behinderung von 10 haben muss. In der Regel stellt das Versorgungsamt einen Bescheid über die Feststellung der Behinderung und des Grades der Behinderung aus. In nicht eindeutigen Fällen bedarf es einer zusätzlichen Untersuchung durch den Ärztlichen Dienst des Versorgungsamtes, was jedoch sehr selten erforderlich ist.

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